Für ein Ende von FGM

Bei den Kuria im Westen Kenias ist die weibliche Genitalbeschneidung (FGM) eine häufige Praxis, obwohl sie in Kenia seit 2011 verboten ist. Sie wird meist an Mädchen zwischen 7 und 15 Jahren vorgenommen und soll diese auf das Frau-Sein und die Heirat vorbereiten. Unbeschnittene Mädchen und Frauen werden als unrein und hemmungslos angesehen; die Angst vor den weiblichen Genitalien, speziell vor der Klitoris, sitzt oft tief.


In Kenia gibt es viele Organisationen, die gegen FGM aktiv sind, so wie unsere Partnerin Zinduka Kenya. Seit 2016 veranstaltet Zinduka Safe Camps, in denen Aufklärung über die Folgen der weiblichen Beschneidung, Themen der sexuellen Gesundheit und Kinder- sowie Frauenrechte angeboten wird. Im Vorjahr haben wir zwei Safe Camps für 150 Mädchen und ihre Eltern mitfinanziert und die END-FGM-Kampagne unterstützt. Im April 2022 haben wir ein drittes Safe Camp co-finanziert, an dem 200 Mädchen teilgenommen haben – unsere Hoffnung ist, dass diese Mädchen dauerhaft vor der schädlichen Praxis FGM geschützt sind.

 

Sehen Sie sich die Videos über die Safe Camps im Oktober und Dezember 2021 an! Hier ist auch ein Film über das tragische Schicksal von Mädchen und jungen Frauen zu sehen, die von FGM und Zwangsheirat betroffen sind.

Finanzierungsbedarf 2022: € 8.000,-
Es wurden in diesem Jahr bisher € 6.000,- für dieses Projekt gespendet.

 

 

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Das Projekt auf einen Blick:

 

  • Region: Kuria, Migori County
  • Ziel: Aufklärung zu FGM und reproduktiver Gesundheit
  • Zielgruppe: 200 Mädchen zwischen 7-15 Jahren
  • Projektpartner: Zinduka Kenya
  • Projektleiterinnen: Antonia Waskowiak, Cess Wangui
  • Kooperationspartner: Aktion Regen, Tukutane
  • Projektkosten: 20.000 Euro
  • Was wir 2022 beitragen wollen: 8.000 Euro

 

 

Projektaktivitäten:

 

  • Aufklärung für die Mädchen, ihre Eltern und Geschwister zu FGM und ihre schädlichen Folgen;
  • Aufklärung zu Fragen der Hygiene und (sexuellen) Gesundheit;
  • Aufklärung über Kinder- und Frauenrechte.

In aller Kürze: FGM (Female Genital Mutilation)

 

Obwohl FGM, also die Genitalbeschneidung an Mädchen in Kenia seit 2011 verboten ist und unter Strafe steht, sind immer noch etwa 20% der Mädchen und Frauen beschnitten. Dabei werden hauptsächlich (nach WHO-Klassifikation) Typ I (Klitoridektomie) und Typ II (Exzision) praktiziert. Bei Typ I wird der äußerlich sichtbare Teil der Klitoris und/ oder die Klitorisvorhaut teilweise oder vollständig entfernt. Bei der Exzision wird der äußerlich sichtbare Teil der Klitoris und der inneren Schamlippen mit oder ohne Beschneidung der äußeren Lippen teilweise oder vollständig entfernt.


Obwohl sich heutzutage in Kenia 90% der Bevölkerung gegen FGM aussprechen, wird diese in manchen ethnischen Gruppen – wie zum Beispiel bei den Kuria – bei nahezu allen Mädchen zwischen dem 7. und 15. Lebensjahr praktiziert. Die Beschneidungen finden meist in den Schulferien statt, d.h. sobald die Mädchen in ihre Dörfer kommen, sind sie der Gefahr einer Beschneidung ausgesetzt. Die Praxis ist unabhängig von der Religion der jeweiligen Ethnie und wird meist als Notwendigkeit für die Heirat angesehen.

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