Nothilfe und Wiederaufbau
Im Jänner hat der starke und langanhaltende Regen im südlichen Afrika den Fluss Limpopo über die Ufer treten lassen, wodurch große Teile der Gaza-Provinz unter Wasser gesetzt wurden – besonders schlimm ist unser Projektgebiet in Xai-xai und dessen Umgebung betroffen, das im Mündungsgebiet des Limpopo liegt.
Unser Projektpartner in Xai-xai hat langjährige Erfahrung mit Überschwemmungen dieser Dimension – er wurde im Jahr 2000 nach Mosambik gerufen, um bei der damaligen katastrophalen Flut zu helfen. Seitdem hat er viel Expertise in der Nothilfe aufgebaut, aber auch in der Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Wasser. Mehr als die Hälfte der Landbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Wasser und zu sanitären Anlagen, was viele (vermeidbare) Todesfälle besonders bei kleineren Kindern zur Folge hat.
Zurzeit leistet unser Projektpartner immer noch Nothilfe in Form von Essensausgaben, der Errichtung behelfsmäßiger Unterkünfte und Latrinen – aber auf die Dauer soll wieder eine Lebensgrundlage für etwa 460 Familien geschaffen werden. Der erste Schritt ist der Ankauf von Saatgut, da die Ernten durch die Flut vernichtet wurden.
Finanzierungsbedarf 2026: € 20.000,-
Es wurden bereits € 10.000,- für dieses Projekt gespendet.

Das Projekt auf einen Blick:
- Region: Gaza-Provinz, südliches Mosambik
- Ziel: Nothilfe für Flutopfer und Wiederaufbau
- Zielgruppe: 460 Familien
- Projektpartner: AMURT Mosambik
- Projektleiter: Melchor Parinas
- Was wir 2026 beitragen wollen: 20.000 Euro
Projektaktivitäten:
- Verteilung von Lebensmitteln, Zelten, Hygienematerial, u.a;
- Bereitstellung von sauberem Wasser und Hygieneschulungen;
- Ankauf von Saatgut, Obst- und Gemüsepflanzen.
In aller Kürze: Überschwemmungen als Folge des Klimawandels
Mosambik gehört zu den Ländern, die aufgrund ihrer Lage besonders stark vom Klimawandel betroffen sind. Tropische Wirbelstürme treten immer häufiger auf und nehmen immer katastrophalere Ausmaße an, aber auch Starkregen nimmt zu, was vor allem im Einzugsgebiet der großen Flüsse wie dem Sambesi und Limpopo zu verheerenden Überschwemmungen führt.
Zum Jahreswechsel 2025/26 waren große Teile des südlichen Afrikas von starkem und anhaltendem Regen betroffen, in Mosambik standen im Jänner die Provinzen Gaza, Maputo, Inhambane und Sofala unter Wasser. Etwa eine halbe Million Menschen waren und sind auf Hilfe angewiesen, ihre Häuser und Hütten wurden weggeschwemmt, ihre Felder überflutet und somit die Ernten vernichtet, was heuer zu Nahrungsknappheit und Hunger führen wird. Zudem wurde viel Infrastruktur zerstört, Straßen waren unpassierbar und müssen erneuert werden – eine große Last für das ohnehin arme und politisch gebeutelte Land.

