Berufsbildung für Mädchen

Jahrelang haben wir die Frauenkooperative TEDHILT in Agadez im Norden des Niger durch die Vergabe eines Startkapitals dabei unterstützt, ein kleines Einkommen für sich und ihre Familien erwirtschaften zu können. In den letzten Jahren sind wir dazu übergegangen, Angehörigen und Mitgliedern von TEDHILT eine Schneidereilehre zu finanzieren, die es Mädchen und jungen Frauen ermöglicht, einen Beruf zu erlernen und sich und ihre Familien aus eigener Kraft zu erhalten.

 

Ein professioneller Schneider unterrichtet jeweils sechs Mädchen an den Nähmaschinen und überprüft regelmäßig ihre Fortschritte. Die Mädchen bekommen ein kleines Fahrtgeld, damit sie täglich zur Ausbildung kommen können, denn bereits die Bus- oder Taxikosten können sich die Familien oft nicht leisten. Mit einer Berufsausbildung wollen wir verhindern, dass die Mädchen eine Heirat als einzige Chance für sich sehen, denn wenn sie einmal verheiratet sind und zu früh Kinder haben, gibt es kaum mehr eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.

Finanzierungsbedarf 2026: € 14.000,-
Es wurden heuer bereits € 5.000,- für dieses Projekt gespendet.

 

 

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Das Projekt auf einen Blick:

 

  • Ort: Agadez, Niger
  • Ziel: Schneidereiausbildung für Mädchen und junge Frauen
  • Zielgruppe: 6 Mädchen/junge Frauen pro Ausbildung
  • Projektpartner: Frauenkooperative TEDHILT
  • Projektleiterin: Mariama Bahani
  • Was wir 2026 beitragen wollen: 14.000 Euro

 

 

Projektaktivitäten:

 

  • Ausbildung an den Nähmaschinen, inkl. Wartung;
  • Unterricht im Schneidern und Anfertigen von Näharbeiten;
  • Anfertigen von Festtagskleidung;
  • Unterstützung der ausgebildeten Mädchen und jungen Frauen beim Aufbau eines eigenen Geschäfts.

In aller Kürze: Mädchen und Frauen im Niger

 

Das westafrikanische Land Niger ist laut HDI (Human Development Index) das ärmste Land der Welt. 80% der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft, wobei etwa zwei Drittel des Landes Wüste sind und landwirtschaftlich nicht genutzt werden können. Dementsprechend schwierig ist die Nahrungsversorgung – vor allem Kinder unter fünf Jahren sind von Mangel- und Unterernährung betroffen.

 

Frauen haben es aufgrund der großen Armut und tradierter Frauenrollen besonders schwer. Mädchen werden viel zu früh verheiratet und bekommen schon im Jugendalter ihr erstes Kind. Durchschnittlich kommen 7,6 Kinder auf eine Frau (in Österreich sind es 1,4) – die Müttersterblichkeit ist mit über 550 (von 100.000) sehr hoch (die Müttersterblichkeitsrate gibt Auskunft über die Zahl der Frauen, die während der Schwangerschaft oder der Geburt ihres Kindes sterben). 77% der Mädchen und jungen Frauen zwischen 15 bis 24 Jahren sind Analphabetinnen (bei Burschen im selben Alter sind es 48%) – bei älteren Frauen und Frauen im ländlichen Bereich ist der Prozentsatz an Analphabetinnen noch viel höher.

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