In Würde altern
Seit Jahren unterstützen wir die Basisdienste des „Rasarit“-Tageszentrums für armutsbetroffene Seniorinnen und Senioren in Straseni, einer Kleinstadt nördlich der Hauptstadt Chisinau. Derzeit kommen etwa 200 alte oder kranke Menschen ins Tageszentrum, um wenigstens eine warme (vegetarische) Mahlzeit am Tag zu sich nehmen und um sich und ihre Wäsche waschen zu können – die meisten haben nur Wasser aus Ziehbrunnen zur Verfügung, beziehungsweise im kalten moldauischen Winter überhaupt kein Wasser. Auch Heizungen gibt es in den ärmlichen Häusern meist nicht, im besten Fall kleine Holzöfen, die allerdings nutzlos sind, wenn es kein Holz gibt oder gebrechliche Menschen nicht Holz hacken oder schleppen können.
Besonders wichtig ist es für die einsamkeitsgeplagten Menschen auch, dass im Tageszentrum immer jemand für sie da ist, der sich um ihre physischen und psychischen Probleme kümmert, es werden auch viele gemeinschaftliche Aktivitäten angeboten. Singen und musizieren, lernen, handarbeiten, mit Kindern und Jugendlichen zusammentreffen – das äußerst liebevolle Team von „Neoumanist“ läßt sich immer wieder etwas einfallen, um die alten Menschen aus ihrer Depresson herauszuholen und ihnen schöne Momente zu bescheren.
Finanzierungsbedarf 2026: € 5.000,-
Es wurden heuer € 0,- für dieses Projekt gespendet.

Das Projekt auf einen Blick:
- Ort: Straseni, Republik Moldau
- Ziel: Bedürftige alte oder kranke Menschen können die Dienste des Rasarit-Tageszentrums in Anspruch nehmen
- Zielgruppe: 200 Seniorinnen und Senioren
- Projektpartner: Neoumanist Association
- Projektleiterin: Veronica Timbalari
- Was wir 2026 beitragen wollen: 5.000 Euro
Projektaktivitäten:
- Warme Mahlzeiten und Waschmöglichkeiten werden zur Verfügung gestellt.
- Essen, Medikamente, Hygienematerial u.a. werden im Bedarfsfall zu den Menschen nach Hause gebracht.
In aller Kürze: Republik Moldau
Die Republik Moldau ist das ärmste Land Europas. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation emigrieren viele Moldawier/innen seit der Unabhängigkeit im Jahr 1991, vor allem nach Russland und Rumänien. Aber auch im übrigen Europa landen viele als billige Arbeitskräfte. Derzeit schätzt man die verbliebene Bevölkerung auf 4,3 Millionen.
Kaum staatliche Unterstützung
Die Altenbetreuung ist aufgrund der geringen staatlichen Mittel unterentwickelt. Zurzeit gibt es etwa 700.000 Pensionist/inn/en, viele davon bekommen so geringe Alterspensionen, dass sie kaum davon existieren können. Durch die Abwanderung der jüngeren Generationen leben die meisten Alten allein und können sich keinen Arztbesuch und oft nicht einmal Heizmaterial leisten.

