Kenia: Notruf gegen FGM

AMINA unterstützt ein Nothilfeprojekt zur Verhinderung von FGM (Female Genital Mutilation), d.h. der Beschneidung von Mädchen in Kuria, Migori County in Kenia. Gemeinsam mit Aktion Regen, Zinduka Kenya und Tukutane finanzieren wir zwei „Safe Camps“ für 150 Mädchen, die vor der drohenden Gefahr einer Beschneidung der Genitalien in Sicherheit gebracht werden. Im Safe Camp erhalten die Mädchen ein fundiertes Training zu Fragen der reproduktiven Gesundheit und werden über die Folgen von FGM aufgeklärt.

 

Aufklärung hilft

 

In Kuria werden Mädchen gewöhnlich zwischen 7 und 15 Jahren beschnitten, meist in den Schulferien im Herbst. Das erste Safe Camp soll daher bereits Anfang Oktober stattfinden, um den Mädchen die Gelegenheit zu geben, zumindest eine Woche ihren Dörfern fernzubleiben. In dieser Woche sollen sie möglichst viel über sich selbst, ihre Gesundheit und ihre Rechte lernen, sodass sie stark genug sind, die Beschneidung zu verweigern. Auch die Eltern werden einbezogen, denn sie spielen natürlich eine wichtige Rolle bei der Verhinderung von FGM. Ein zweites Training findet dann Ende Dezember statt.

 

In Kenia ist FGM zwar verboten, wird aber wie überall in Ostafrika häufig praktiziert – mit katastrophalen Auswirkungen für die Gesundheit und Zukunft der Mädchen. Viele Mädchen und Frauen leider ihr Leben lang an den Folgen der Beschneidung, haben keinen Zugang zu ihrer Lust und große Schmerzen bei Geburten. Diese althergebrachte Praxis auszurotten ist das gemeinsame Ziel der „End FGM“-Partnerschaft, dem AMINA angehört.

 

 

Falls Sie mehr Informationen zum Projekt möchten, kontaktieren Sie bitte:

Mag.a Gertraud Hödl

E-mail: g.hoedl@aktivfuermenschen.at

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